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"SHOOTING"

Eine Installation von Sylvia Ballhause


 10. Mai - 07. Juni 2009

 
 
 
 
Bilder werden geschossen. Viele technische Begriffe der Fotografie
leiten sich aus der Waffenkunde ab (wie z. B. Bajonettverschluss).
Das „Fotoshooting“ wurde sogar ganz dem englischen Wortschatz entlehnt
und beinhaltet die Analogie von Jagd und Fotografie am deutlichsten.
Diese unmittelbare begriffliche Nähe hat sich bis heute vor allem auf
dem Jahrmarkt erhalten – einige Schießbuden haben sich ganz oder teilweise
mit dem "Fotoschuss" ausgerüstet. So auch eine Schausteller-Familie aus
Mannheim. Mit ihrem Fotoschuss-Wagen zogen sie seit den 70er Jahren durch
Deutschland und boten als Gewinn ein unmittelbar durch den Treffer
ausgelöstes, belichtetes Polaroid-Bild an.

Bei einem Besuch der Mannheimer Mess’ entdeckte die Fotografin Sylvia Ballhause
den Wagen und hielt seitdem Kontakt mit der Besitzerin. Als im Jahr 2006 das
Familienunternehmen sein Geschäft und somit auch den Fotoschuss-Wagen aufgeben
musste, kaufte die Künstlerin kurzer Hand eine von acht Schussanlagen.
Seitdem nutzt sie diese für ihre eigene künstlerische Arbeit.

In dem Projektraum HOLDEN wird die Anlage nun erstmals auch direkt für die
Besucher benutzbar sein. An den letzten zwei Tagen (10. und 11. Mai 2009)
er gleichzeitig in der Nähe des Ausstellungsraumes stattfindenden "Darmstädter
Frühjahrsmeß" fordert die Künstlerin die Besucher auf, ihre Treffsicherheit zu
beweisen und ein Bild von sich zu schießen. Diese Fotografien werden dann im
Laufe der Ausstellung produziert und sind zur Finissage zu sehen. Für den
Schützen/die Schützin gibt es natürlich auch einen Abzug.

Sylvia Ballhause (geb. 1977) absolvierte 2002 an der Fachhochschule Darmstadt
im Fachbereich Gestaltung/Fotografie ihr Diplom. Sie lebt zurzeit in Leipzig
und Mannheim und studiert seit 2006 Fotografie an der Hochschule für Grafik und
Buchkunst in Leipzig in der Fachklasse von Prof. Christopher Muller.






"Conditions"

Andrés Marroquín Winkelmann
Berlin (Fotografie)


20. März – 26. April 2009

Als Andrés Marroquín Winkelmann (*1983 Lima/Perú) nach Berlin kam,
suchte er zunächst nur eine Bleibe. Gefunden hat er schließlich mehr
als das, nämlich eine soziale Gemeinschaft, in der das tägliche Leben
körperlicher Ausdruck gelebter Visionen war.
Der Projektraum HOLDEN zeigt vom 20. März – 26. April 2009 Bilder des
in Berlin lebenden Fotografen, die, passgenau zu den Darmstädter Tagen
der Fotografie, romantische, ehrliche und intime Aussichten aufs Leben
zeigen. Was den jungen Fotografen, der damals für eine Weile in dem besetzen
Haus in der Samariterstrasse wohnte, interessierte und faszinierte war nicht
etwa das aufregend kulturelle Leben in dieser Gegend oder ihre pittoreske
Bewohnerschaft – es war die direkte Art miteinander umzugehen und das offen
ausgelebte Verlangen, sich selbst auszudrücken. "Mit dieser Arbeit wollte ich
bestimmte Fragen bezüglich gesellschaftlicher Normen und kultureller
Verhaltensweisen stellen. Ich wollte gewissermaßen eine abstrakte Kollektion
all jener Gedanken und Erfahrungen, die ich damals gesammelt habe,
zusammenstellen. Es ging mir nicht um die Reproduktion eines Ereignisses
oder einer Begebenheit, sondern um ein visuelles Arrangement, mit dem ich
reflektiere, was eben jenes Ereignis in mir hinterlassen hat."
(Andrés Marroquín Winkelmann)

siehe auch:  www.dtdf.de



Biografie: Andrés Marroqín Winkelmann
*1983 in Lima/Perú

2000 – 2003
Studium der Kommunikationswissenschaften an der "Universidad de Lima"
2003 – 2008
"FAS – Fotografie am Schiffbauerdamm" und "Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung"
Seit 2004 freier Fotograf in Berlin.

Ausstellungen

2005
"5 Positionen"
Kunstwohnzimmer - Berlin/Deutschland
Gruppenausstellung

2006
"Liquid-o"
Kunstwohnzimmer - Berlin/Deutschland
Soloausstellung
"Berlin Berlin"
Merkker - Baden/Schweiz
Soloausstellung

2007
"Fuera (!)"
Sama - Berlin/Deutschland
Installation

2008 "1/33" Abschlussausstellung der Ostkreuzschule
Humboldt Umspannwerk - Berlin/Deutschland
Gruppenausstellung

2009
"Vision Zapallal"
Mi otro Mundo - Lima/Perú
Gruppenausstellung
"Conditions"
HOLDEN, Darmstadt/Deutschland
Soloausstellung





"WHOLE"

Lukas Einsele


 25. September - 24. Oktober 2008

 
 
 
 
WHOLE - das englische Wort für "ganz". Wird es ausgesprochen,
könnte es auch Englisch "Loch" (Hole) bedeuten. Im Deutschen klingt
es wie die erste Silbe von "HOL-DEN". Bereits mit dem Titel seines
Projektes deutet der Künstler Lukas Einsele an, dass sich "das Ganze"
auf mehreren Ebenen inszenieren und verstehen lässt.

Für WHOLE wird der Projektraum HOLDEN im Bürgerparkviertel vier Wochen
lang in eine Camera Obscura - in eine Lochkamera - verwandelt.
Ab dem 25. September können die Besucher dort ein Abbild dessen sehen,
was sich hinter ihrem Rücken, draußen vor der Tür befindet, was sie so
aber bisher nicht wahrnehmen konnten: Die gegenüberliegende Häuserfassade
mit ihren Wohneinheiten wird über ein kleines Loch durch den vollständig
verdunkelten Raum auf eine Wand projiziert. Die Betrachter sehen einen
repräsentativen Teil und Ausschnitt des Ganzen, das sich "Bürgerparkviertel"
nennt. Aber alles steht auf dem Kopf. Die Projektionswand wird zum Fenster
und der Projektraum zu einem schwarzen Loch, das seine Umgebung verschlingt
und verwandelt wiedergibt. Zu sehen ist ein malerisches Bild, dessen
Unschärfe genug Freiheit lässt, über den abgebildeten Ort und seine
Bedingungen nachzudenken.

Zum Abschluss von WHOLE wird das virtuelle Bild auf Fotopapier belichtet
und somit festgehalten. Dann lässt es sich bei Licht betrachten, doch
wieder verkehrt: als Negativ.

WHOLE ist aber nicht nur eine Kamera, sondern gleichzeitig auch ein
Fotostudio: Denn Lukas Einsele lädt Bewohnerinnen und Bewohner des
Bürgerparkviertels sowie die Besucher von HOLDEN ein, sich von ihm mit
der Großbildkamera porträtieren zu lassen. Alle, die wollen erhalten so
ein Bild von sich. Umsonst ist diese Leistung nicht: denn vorher wünscht
sich der Künstler die Beschreibung eines Ortes in Darmstadt, der für sie
von Bedeutung ist. Einsele wird die beschriebenen Orte aufsuchen und
versuchen, sie so zu fotografieren, wie sie ihm beschrieben wurden - ein
weiterer Versuch also, das GANZE abzubilden.

Mit freundlicher Unterstützung des Darmstädter Förderkreis Kultur e.V.





Sommer
SOMMER AUF BALKONIEN

 27. Juni - 08. August 2008


Keine Zeit, zuviel Arbeit oder knapp bei Kasse? Kein Problem.
Der Projektraum HOLDEN bietet allen Daheimgebliebenen ein häusliches Urlaubsprogramm.
Vor der Kulisse eines stillen Badesees hat die Darmstädter Fotografin Tanja Beate Heuser (*1974)
den Zauber kindlicher Selbstvergessenheit im Spiel eingefangen.
Während Pavla Sceranková (*1980) aus Prag in ihrer Videoarbeit Sauer Kraut die typischen
Rituale, Absurditäten aber auch geheimen Emotionen, die sich in einer deutschen Kleingartenidylle
abspielen, festgehalten hat.

Das Ferne kann so nah sein.
Warum also nicht Urlaubsgrüße aus Rom, Saint Tropez, Bad Bergzabern oder von Balkonien
versenden. Auch das ist möglich jeden Freitag 17-21 Uhr.

Und was wäre ein Sommer ohne heiße Würstchen und ein kühles Bier.
HOLDEN wirft für Sie den Grill an, am Freitag, den 25. Juli und 08. August ab 20 Uhr.

Kinder im Alter von 8-11 lädt HOLDEN 'extra small' ein, den Sommer in einer Kunstaktion
zu feiern. Kunst am Vormittag für Kids, am Freitag 11. Juli und 25. Juli, um 10 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenlos.

Tanja Beate Heuser, geboren 1974 in Jugenheim/Bergstraße.
2003-2008 Studium Kommunikationsdesign an der Hochschule Darmstadt.
Pavla Sceranková, geboren 1980 in Košice, Slovakei.
Studierte an der Kunsthochschule in Prag intermediale Kunst und Konzeptkunst.
Von 2006 bis 2007 war sie Stipendiaten des DAAD und an der UDK in Berlin in der Klasse
Tony Cragg. Pavla Sceranková lebt in Prag.

Sommer


MEINE DINGE, IHRE SACHEN

 14.03. - 11.04.2008
Der Mensch liebt nicht den Menschen allein, sondern sein Herz hängt auch an Dingen.
Und mitunter sind es gerade unscheinbare, nutzlose Sachen, die wir seltsamerweise
nicht loslassen können. Eine vergilbte Postkarte, eine Tasse ohne Henkel, 100 Weinkorken,
die ausgeleierte Haarspange, ein leeres Feuerzeug, gesammelte Muscheln aus dem Urlaub.
Sie alle haben schon den dritten Umzug mitgemacht, weil an ihnen Erinnerungen haften ode
weil man das eine oder andere irgendwann doch wieder gebrauchen könnte.
HOLDEN hat die Bewohnerinnen und Bewohner des Bürgerparkviertels aufgefordert, 'ihre Dinge'
hervorzuholen und die dazugehörigen Geschichten preiszugeben. Jetzt wird diesen privaten
Leihgaben ein Museum auf Zeit eingerichtet. Was in Schubladen und Schrankecken ein schläfriges,
unbeachtetes Dasein fristete oder in Kellern verstaubte, wird ans Licht geholt und gewürdigt.
Meine Dinge, Ihre Sachen bot nicht nur die schöne Möglichkeit, endlich mal aufzuräumen.
Jetzt gibt es die Möglichkeit zu schauen, was denn die anderen so alles sammeln und was leblose
Dinge zu erzählen haben, wenn man ihnen ein Ohr leiht und Aufmerksamkeit schenkt.






SCHWEINEPRIESTER

 HOLDEN zeigt
 Animationsfilme von Stock’n’Wolf & Ritterskamp
 Freitag, den 08. Februar, um 19 Uhr

 Die Karlsruhe Künstlerin Tinka Stock knetet nicht nur aus dem Bastelmaterial
 Fimo lebensechte Miniaturfiguren, sondern baut ihre trinkfesten Kumpanen,
 sexy Girls und jede Menge lustiges Getier in Animationsfilme ein.
 Das Chaos auf der Bühne des Lebens wird begleitet von Pop- und Rockmusik,
 bis dass die Schwarte kracht. Die Künstlerin ist anwesend.
I DON'T WANNA GROW UP !

Christian Ertel und Tinka Stock
15.12.2007 – 08.02.2008


Mit trashig, minimalistischem Glamour und hintergründigem Humor ist zu rechnen,
wenn die beiden Karlsruher Künstler Tinka Stock (*1976) und Christian Ertel (*1976)
zusammen einen Raum besetzen. Bis 07.02.2008 sind die beiden Absolventen der
Kunstakademie Karlsruhe zu Gast im neu eröffneten Projektraum HOLDEN im Bürgerparkviertel.
Tinka Stock, Bildhauerin, Trickfilmerin und Meisterschülerin von Stephan Balkenhol, formt
Miniaturfiguren aus Fimo, die aussehen, als seien sie geradewegs von der Strasse in den
Ausstellungsraum spaziert. Christian Ertels Material ist ephemerer. Aus Neonlicht, Pappe,
Baumarktmaterial und Soundelementen baut er intermediale Installationen. In innere Recherchen
zu Formfragen mischen sich im Laufe des Arbeitsprozesses Persönliches und Erkenntnisse
unterschiedlicher Wissenschaftsgebiete, z.B. aus der Quantenmechanik oder Neurobiologie.
Im Zentrum jeder Arbeit steht der Raum und die Bezugnahme auf seine architektonische
Struktur, seine Atmosphäre, die Möglichkeiten ihn sich anzueignen um ein autonomes Werk
zu schaffen, ohne dabei den Raum zu besetzen. Gemeinsam realisieren Tinka Stock und Christian
Ertel eine Bühnensituation, in der Innenraum und Außenraum wie Traum und Wirklichkeit ineinander
fließen. Vorhang auf für: „I don’t wanna grow up”. Das „Stück“ spielt mit der Irritation unserer
Wahrnehmung, mit Größenverhältnissen und der Frage, ob Künstler auch in Wirklichkeit niemals
erwachsen werden.




KARTONAGE 1

 Freitag, 16. November 2007

 Wir sind eingezogen und laden Sie ein, uns kennen zu lernen.
 Neuer Kunstraum im Bürgerparkviertel/Darmstadt

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